Vorsicht ist für Investoren in Ostdeutschland geboten. Eine zweite Leerstandswelle gefährdet die Entwicklung der Städte. „Wir brauchen eine Lösung der Altschuldenfrage, um das erfolgreiche Fortschreiten des dringend notwendigen Stadtumbaus in Ostdeutschland und damit die weitere positive Entwicklung der ostdeutschen Städte nicht zu gefährden“, erklärte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, anlässlich des Stadtumbaukongresses des GdW in Leipzig.
Die kommunalen Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaften hätten bis Ende 2009 insgesamt 250.000 Wohnungen vom Markt genommen. Über 90 Prozent dieser Wohnungen seien durch die sogenannten § 6a AHG-Unternehmen, die bei Abriss der entsprechenden Wohngebäude von den noch aus DDR-Zeiten übergeleiteten Altschulden entlastet wurden, abgerissen worden. Diese – fast ausschließlich von den Wohnungsunternehmen vorgenommene – Marktbereinigung konnte bisher einen weiteren Anstieg des Wohnungsleerstandes verhindern. „Von 2000 bis 2009 haben die Wohnungsunternehmen mit ihren Modernisierungs- und Wohnumfeldmaßnahmen in der Größenordnung von über zehn Milliarden Euro entscheidend zur Stabilisierung und Steigerung der Attraktivität der ostdeutschen Städte als Wohn- und Wirtschaftsstandorte beigetragen“, betonte Freitag.
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