Etwas perfekt zu machen, ist manchmal das Gegenteil von gut: „Wenn man aus etwas Falschem etwas perfekt machen möchte, dann führt das dazu, dass man aus 80 Prozent falsch 100 Prozent falsch macht“; sagt Michael Braungart, Leiter der Internationalen Umweltforschung EPEA im Rahmen des Bauherrenkongresses 2012.
Und genau darauf steuert derzeit scheinbar die heimische Immobilienwirtschaft zu, die bei der Sanierung und Revitalisierung des Altbestandes scheinbar nicht recht vom Fleck kommt. Nur ein Prozent des Altbestandes werden derzeit im Jahr saniert – zumindest drei bis fünf Prozent sind aber nötig, um wenigstens die Kyoto-Ziele in Österreich zu erreichen. In Wahrheit wäre aber wohl ein Vielfaches nötig, um einen konkurrenzfähigen Gebäudebestand zu haben. Das ist freilich auch eine Frage der verfügbaren Mittel. Die Bundesimmobiliengesellschaft investiert schon jetzt 75 Prozent ihres Gesamtbudgets in Pflege und Revitalisierung des Gebäudebestandes.
Fakt ist, dass die Revitalisierung oder der Komplettersatz von Altbestandsgebäuden – gerade in Zeiten eines zumindest nicht mehr steigenden Flächenbedarfes im Büro- und Gewerbebereich – sehr rasch einen weit größeren Stellenwert in der Immobilienbranche bekommen sollte. Sehen Sie im Videobeitrag unter anderem wie Porr-CEO Karl Heinz Strauss auf den Zug aufspringen möchte.


