Seit einigen Monaten ist die Planwertabgabe in immer mehr Körperschaften zunehmend zum Thema geworden. In Salzburg und Wien gibt es intern dem Vernehmen nach bereits weiterführende Ideen dazu, wie Immoflash exklusiv in Erfahrung bringen konnte. Naheliegend, dass mittelfristig auch die anderen Bundesländer nachziehen könnten. Möglich aber auch, dass es anstatt von unterschiedlichen Landesabgaben sogar zu einer naturgemäß bundesweit einheitliche Aufwertungsgewinn-Steuer kommen könnte. Ins Bild passt da, dass die Bevölkerung auf diesen nächsten Steuerschritt entsprechend vorbereitet wird. Aus einer brandaktuellen Studie, die uns vorliegt, geht hervor, dass es sich dabei um enorme Beträge handelt. Österreich-Grundstückseigentümer lukrieren durch die Umwidmung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen in Bauland jährlich 2,7 Milliarden Euro Gewinn. Pro Quadratmeter steigt der Wert der Grundstücke um 48 Euro, ergab die Erhebung, die vom Marktforscher Kreutzer Fischer & Partner regelmäßig durchgeführt wird. Die Angabe bezieht sich auf den Zeitraum 2007 bis 2011. Bemerkenswert: Im Vergleich zum Jahr 2000 ist der Gewinn um fast die Hälfte gewachsen. Aus der Studie geht auch hervor, dass dieser Gewinn meist steuerfrei lukriert werden kann, weil das Grundstück meist länger als zehn Jahre (also über die Spekulationsfrist hinaus) vom Berechtigten besessen wurde. Übrigens: Der Anstieg der Grundpreise in den letzten Jahren trifft auch den Wohnbau massiv, wie die Studie ebenfalls belegt. So haben die Grundstückskosten 1970 nur zwölf Prozent der Gesamterrichtungskosten ausgemacht, im laufenden Jahr sind es bereits 30 Prozent. Und die Tendenz ist weiter steigend. Fazit: Grundstücke für den Wohnbau sind nicht unbedingt knapper, jedenfalls aber viel teurer geworden.
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