Wenige besitzen viele Immobilien. Auch in Österreich. 40 Prozent der Österreicher besitzen überhaupt keine Immobilie, während die reichsten 10 Prozent über rund 530 Milliarden Euro des 880 Milliarden Euro großen Gesamtimmobilienvermögens verfügen, das sind 61 Prozent. Wirklich bemerkenswert ist hier, dass sich diese Zahl in den letzten Jahrzehnten allen Annahmen zum Trotz de facto nicht verändert hat. Einschränkend muss allerdings hier erwähnt werden, dass hier Anteile an Immobilien beispielsweise in Form von Aktien einer Immobilien-AG oder Anteile an einem (offenen oder geschlossenen) Immobilienfonds nicht berücksichtigt wurden. Bei Firmenanteilen sei die Ungleichheit noch stärker, nur drei Prozent der Haushalte besitzen Anteile an GmbHs. Innerhalb dieser Gruppe besitzen zehn Prozent 92 Prozent aller Anteile. Diese Zahlen sind einer Studie der Armutskonferenz zu entnehmen. Weniger unterschiedlich ist laut Studie interessanterweise die Einkommensverteilung. In diesem Bereich sei der Gini-Koeffizient nur halb so hoch wie bei der Geldverteilung, wo er bei 0,66 liegt. Der Gini-Koeffizient ist ein Maß für Ungleichheit zwischen Null und Eins, wobei Null eine völlige Gleichverteilung von Vermögen bedeutet, während Eins bedeutet, dass das gesamte Vermögen in einer Hand liegt.
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