Mehr als zwei Jahrzehnte ist es her, dass der letzte wirklich mächtige Staatschef der DDR hier wohl bis zuletzt seine wirklich ruhigen Stunden verbracht hatte. Und exakt 22 Jahre ist es her, dass „Honi“ wohl an alles eher als daran dachte. Jetzt ist Erich Honecker und sein unseliges Regime wieder im Gerede. Denn sein ehemaliger Jagdsitz kommt unter den Hammer. Wo früher DDR-Staatschef Erich Honecker zumindest sein Weidmanns-Heil suchte, genossen jetzt zwei Jahrzehnte lang Touristen die Ruhe am Drewitzer See im ehemaligen Müritzkreis. Trotzdem wird Ende November in Waren an der Mecklenburgischen Seenplatte - 22 Jahre nach der Wende - der ehemalige Jagdsitz Honeckers versteigert. Ein Geschäftsmann aus Bremen hatte die Liegenschaft 1998 von der Treuhand erworben. Und danach aus dem abgeschiedenen Anwesen ein Ferienresort mit 22 Ferienhäusern gemacht. Diese Liegenschaft wird demnächst erneut den Besitzer wechseln. Für unverbesserliche Nostalgiker mit dem nötigen Kleingeld wahrscheinlich die letzte Gelegenheit, ein Stückchen DDR zu besitzen. Erwartet werden übrigens knapp zwei Millionen Euro.
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