Die Hotelbranche kann aufatmen: Laut der Deloitte-Studie „Hospitality 2015 - Game changers or spectators?" wird ab 2011 mit anhaltendem Wachstum im Tourismus gerechnet. Dennoch erwarten die Industrie signifikante Marktveränderungen, die Nachfrage und Angebot langfristig beeinflussen. Der demografische Wandel schafft neue Zielgruppen - Pensionäre prägen etablierte Märkte, während in Schwellenländern die kaufkräftige Mittelklasse neue Marktmacht erlangt. Die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse und fortschreitende Marktsättigung erfordern eine fokussierte, effiziente Markenprofilierung.
Neben traditionellen Maßnahmen wie Treueprogrammen oder Clubkarten müssen Hotelbetreiber verstärkt auf Social Media setzen und in Talente investieren - auch Themen wie Nachhaltigkeit und Krisenvorsorge finden zunehmend Beachtung. „Erfolgreiche Hotels brauchen Fans! Soziale Netzwerke gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung und vor allem Nischenanbieter sollten sich auch auf der virtuellen Ebene mit ihren Gästen treffen", erklärt Benjamin Ploppa, Senior Manager Hospitality bei Deloitte. „Wer schnell und innovativ reagiert, kann eigene Anteile auf etablierten Märkten ausbauen und sich auf Entwicklungsmärkten stark positionieren."
Details zum demografischen Wandel: Die Nachfrage in etablierten Märkten wie Großbritannien oder den USA werden von der Babyboomer-Generation aus den 1940er- bis 60er-Jahren geprägt. Diese Zielgruppe steht vor dem Übertritt in die Pensionierung und gilt als wohlhabend und reisefreudig. In Schwellenländern wie China und Indien hingegen bestimmt die Mittelklasse durch einen erheblichen Zuwachs des verfügbaren Einkommens den Markt. Neben dem Anstieg privater und beruflicher Inlandsreisen wird mit starken Zuwächsen im internationalen Tourismus gerechnet - 2015 erwartet Indien 50 Millionen Reisende.



