Das Erdöl hat es möglich gemacht: Der Oman hat in den letzten vierzig Jahren eine ungeheure wirtschaftliche Wachstumsphase erlebt. Es wird geplant, investiert, gebaut – bisher aber ohne übergreifendes Raumplanungskonzept. Die Erstellung eines solchen Konzeptes wurde vom Sultanat im Osten der arabischen Halbinsel öffentlich ausgeschrieben, den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus Österreich. Das wissenschaftliche Projektmanagement liegt bei der TU Wien. Beteiligt sind weiters die österreichischen Firmen PRISMA solutions, CEIT Central European Institute of Technology, freiland CE ltd. und die IBV Fallast Transport Planning Consultancy sowie das omanische Partnerunternehmen Consatt ltd. Unterstützt werden die österreichischen Experten außerdem von einem hochkarätigen internationalen Beratungsgremium. Das Projektvolumen beträgt umgerechnet rund zehn Millionen Euro.
Das österreichische Konsortium soll sicherstellen, dass die Planungsideen umgesetzt werden. Dazu ist es notwendig, die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen im Oman zu studieren und möglicherweise organisatorische Verbesserungsvorschläge zu bringen. Darüber hinaus soll im Oman sowohl in der Verwaltung als auch im universitären Bereich raumplanerische Kompetenz aufgebaut werden.
Der Bogen der Aktivitäten reicht von der Nationalen Raumentwicklungsstrategie für Jahrzehnte über Rahmenkonzepte für einzelne Regionen bis zur ganz konkreten stadtplanerischen Entscheidung – etwa der Frage, wo Wohngebiete und wo Industriestandorte entstehen sollen. Nicht alles wird vom österreichischen Konsortium übernommen. Auf regionaler Ebene entstehen in Zusammenarbeit mit Experten aus dem Oman regionale Raumentwicklungsstrategien, die in das große nationale Gesamtkonzept eingefügt werden. Aber: Mit durch die Übernahme der Federführung in diesem aufstrebenden Wüstenstaat dürfte der Einstieg auch für nachfolgende Immobilienunternehmen deutlich leichter fallen.


