Der CEE-Raum und erstmals wieder Deutschland rückt ins zentrum der Investoren.
Investoren haben laut CB Richard Ellis eine klare Veränderung in ihren Investitionspräferenzen in Europa vollzogen und sehen (wieder) in Zentral- und Osteuropa und (erstmals seit längerem) Deutschland als attraktivsten Märkte für Immobilieninvestments im Jahr 2011.
Rund ein Drittel der Investoren plant Akquisitionen in Deutschland. 2010 waren es hingegen nur etwa 18% der befragten Investoren, die planten sich in Deutschland zu engagieren. Rund ein Viertel der Investoren planen Akquisitionen in Zentral- und Osteuropa, während der entsprechende Wert im Vorjahr etwa 16% betrug.
Besonders spektakulär ist das Ergebnis aus der internationalen Befragung von 350 Investorenvertretern in Bezug auf Deutschland: Das Land überholte dabei Großbritannien und Frankreich und ist somit in diesem Jahr führender Zielmarkt für Immobilieninvestitionen in Europa. Ein Trend, der bereits 2010 begann, als Deutschland einer der am schnellsten wachsenden Investmentmärkte in Europa war. Dieses Ergebnis zeigt den Einfluss der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland als Grundlage für die Attraktivität des Investitionsstandorts.
Großbritannien hat die europäische Markterholung vom Tiefpunkt im Jahr 2009 an sowohl beim Transaktionsvolumen als auch bei den Immobilienwerten angeführt. Nun beginnt sich das Interesse von Investoren, auch aufgrund des bereits realisierten Kapitalwertzuwachses auf den Top- Immobilienmärkten in Großbritannien, auf andere Länder zu verschieben.
Frankreich, der viertattraktivste Immobilieninvestmentmarkt in Europa 2011, hat ebenfalls erheblich an relativer Attraktivität gegenüber 2010 eingebüßt. Für 10 % der befragten Investoren ist im Jahr 2011 Frankreich der Hauptmarkt für Immobilieninvestments. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen hat Spanien seine Attraktivität für Investoren im vergangenen Jahr leicht steigern können. Rund 9 % der befragten Investoren favorisieren derzeit Spanien. Dies sind in erster Linie Core-Investoren, die eine Möglichkeit sehen, zu äußerst attraktiven Renditen in Spanien zu kaufen.
Core-Immobilien bleiben 2011 im Fokus der Investoren. Die Auffassungen der Investoren darüber, wann der richtige Zeitpunkt für Investments in Immobilien in Nebenlagen ist, divergieren weiterhin.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Stimmung unter Investoren den Non-Prime-Lagen bzw. -Immobilien gegenüber zunehmend negativ ist. Über 70% gehen davon aus, dass die bereits deutliche Diskrepanz bei Renditen zwischen Top- und peripheren Märkten im Jahr 2011 weiterhin bestehen bleibt bzw. zunehmen wird. 61% haben nicht die Absicht vor 2012 in Nebenlagen zu investieren.
Bei den attraktivsten Nutzungsarten dominieren weiter Büro- und Einzelhandelsimmobilien. 35 % der befragten Investoren favorisieren 2011 Büroimmobilien bei ihren Immobilieninvestments in Europa.


